Du veröffentlichst einen Beitrag und die ersten Reaktionen kommen.
Ein Like von einer Kollegin. 👍
Ein Kommentar von jemandem aus deiner Branche.
Noch ein Like von einem anderen Experten, der ungefähr dasselbe anbietet wie du.
Schön. Schließlich freuen wir uns alle, wenn jemand auf unseren Content reagiert.
Irgendwann fällt dir allerdings auf, dass unter deinen Beiträgen auffällig viele Menschen auftauchen, die selbst in deinem Fachgebiet arbeiten.
Von potenziellen Kunden hörst du deutlich weniger.
Dann lohnt sich eine Frage:
Erreicht dein Content eigentlich die Menschen, für die dein Angebot gedacht ist? 🎯
Denn Reichweite allein sagt erstaunlich wenig darüber aus.
Reichweite sagt dir noch nicht, wen du erreicht hast 📊
Eine Zahl wie 5.000 erreichte Personen sieht erst einmal gut aus.
Sie verrät dir allerdings nicht, ob unter diesen 5.000 Menschen überhaupt jemand ist, der dein Angebot brauchen könnte.
Das Gleiche gilt für Likes und Kommentare.
Gerade Menschen aus der eigenen Branche reagieren häufig auf Fachthemen. Sie verstehen sofort, worüber du sprichst, kennen die Diskussionen und haben selbst eine Meinung dazu.
Das kann zu guten Gesprächen führen.
Für dein Business solltest du trotzdem wissen, ob dein Content darüber hinaus auch bei deinen potenziellen Kunden ankommt.
Du brauchst dafür keine riesige Community.
400 Menschen, von denen ein relevanter Teil tatsächlich zu deiner Zielgruppe gehört, können für dein Business wertvoller sein als 10.000 Follower, die hauptsächlich wegen eines einzelnen viralen Beitrags gekommen sind.
Die interessantere Frage lautet deshalb:
Wie viele Menschen habe ich erreicht und wer steckt hinter dieser Zahl?
Warum ausgerechnet Kollegen so häufig reagieren 👋
Dass Kollegen unter deinen Beiträgen auftauchen, ist erst einmal völlig normal.
Ihr habt gemeinsame Themen.
Ihr verwendet eine ähnliche Sprache und beschäftigt euch mit denselben Entwicklungen. Außerdem kommentieren Menschen, die selbst aktiv Content erstellen, häufig eher als stille Mitleser.
Deine potenziellen Kunden können deinen Beitrag lesen, sich angesprochen fühlen und trotzdem keinen Kommentar hinterlassen.
Deshalb würde ich aus vielen Kollegen-Likes allein noch kein Problem machen.
Interessant wird es, wenn dein gesamter Content hauptsächlich für Menschen verständlich oder spannend ist, die bereits tief in deinem Thema stecken.
Dann kann es passieren, dass du fachlich hervorragende Beiträge veröffentlichst und deine Wunschkunden trotzdem wenig Verbindung dazu finden.
Du sprichst über dein Fachgebiet.
Deine Kunden denken über ihr Problem nach.
Dazwischen kann eine ziemlich große Lücke liegen. 🧩
Sprichst du über dein Thema oder über das Problem deiner Kunden? 💬
Nehmen wir an, du bist Ernährungscoach.
Du könntest einen ausführlichen Beitrag über Blutzuckerschwankungen, Makronährstoffverteilung oder die Zusammensetzung einer ausgewogenen Mahlzeit schreiben.
Für andere Ernährungsberaterinnen kann das fachlich ausgesprochen interessant sein.
Deine potenzielle Kundin sitzt am Nachmittag am Schreibtisch, ist schon wieder völlig erledigt und denkt eher:
„Warum bin ich nach dem Essen eigentlich immer so müde?“
Genau dort beginnt ihr Problem für sie.
Sie muss noch nicht wissen, welche fachliche Erklärung dahintersteckt. Das ist schließlich einer der Gründe, warum sie deine Expertise braucht.
Wenn du deinen Content hauptsächlich aus deiner Expertenperspektive entwickelst, kann es passieren, dass du über die richtige Sache sprichst und deine Kundin trotzdem nicht erkennt, dass der Beitrag etwas mit ihr zu tun hat.
Kennst du dagegen ihre Situationen und ihre Sprache, kannst du deine Expertise dort beginnen lassen, wo sie gerade steht.
Die fachliche Tiefe darf danach immer noch kommen.
Würde dein Wunschkunde wissen, dass dieser Beitrag für ihn gedacht ist? 🎯
Das ist eine meiner liebsten Fragen beim Content.
Stell dir einen konkreten Menschen aus deiner Zielgruppe vor, der deinen Beitrag im Feed entdeckt.
Würde diese Person innerhalb kurzer Zeit merken:
Das betrifft mich.
Oder müsste sie erst übersetzen, was dein Thema mit ihrer Situation zu tun hat?
Gerade wenn du schon lange in deinem Fachgebiet arbeitest, ist diese Übersetzungsleistung leicht zu unterschätzen.
Für dich sind bestimmte Zusammenhänge selbstverständlich.
Deine Kundin kennt sie womöglich noch nicht.
Sie sucht deshalb auch nicht unbedingt nach den Begriffen, die du täglich verwendest.
Sie beschreibt das Problem mit ihren eigenen Worten.
Wenn du diese Sprache kennst, verändert sich dein Content.
Du kannst fachlich weiterhin tief gehen. Der Einstieg wird nur näher an der Realität deiner Kunden.
Sehr breite Themen ziehen häufig ein sehr breites Publikum an 🌍
Wenn du möglichst viele Menschen ansprechen möchtest, werden deine Themen schnell allgemeiner.
Produktivität, Motivation oder Selbstvertrauen funktionieren zum Beispiel in sehr unterschiedlichen Zielgruppen.
Das kann entsprechend viel Reichweite bringen.
Für dein Business stellt sich anschließend die Frage, wie viele dieser Menschen eine sinnvolle Verbindung zu deiner Arbeit haben.
Du darfst natürlich breite Themen verwenden. Sie können hervorragend funktionieren, um neue Menschen auf dich aufmerksam zu machen.
Sie sollten nur nicht dein gesamtes Profil bestimmen, wenn dein Angebot ein wesentlich konkreteres Problem löst.
Sonst wächst deine Community und du stellst Monate später fest, dass du zwar viele Menschen erreicht hast, aber nur wenige davon wirklich zu deinem Business passen.
Deine Wunschkunden müssen nicht die Lautesten in deiner Community sein 🤫
Das ist mir besonders wichtig.
Wenn potenzielle Kunden wenig kommentieren, bedeutet das nicht automatisch, dass sie deinen Content nicht lesen.
Viele Menschen beobachten lange.
Sie speichern Beiträge, klicken auf dein Profil und lesen mit, ohne jemals öffentlich zu reagieren.
Gerade bei Themen, die mit persönlichen oder geschäftlichen Problemen zu tun haben, möchten Menschen nicht unbedingt unter einem Beitrag verkünden:
„Ja, genau, mein Business läuft gerade überhaupt nicht.“ 😅
Die sichtbarsten Menschen in deiner Community sind deshalb nicht automatisch die wichtigsten.
Achte auch auf andere Signale. Was erzählen dir neue Kunden im Gespräch? Welche Beiträge erwähnen sie? Und wie sind sie ursprünglich auf dich aufmerksam geworden?
So bekommst du mit der Zeit ein wesentlich besseres Bild davon, wen dein Content tatsächlich erreicht
Bevor du versuchst, deine Reichweite zu erhöhen 🔍
Wenn du gerade denkst, du bräuchtest mehr Follower, würde ich zuerst prüfen, wer heute schon bei dir ankommt.
Schau dir an, ob diese Menschen zu deinem Angebot passen und ob deine Wunschkunden ihre eigene Situation in deinen Inhalten erkennen können. Auch deine Sprache spielt dabei eine große Rolle. Was für dich alltägliche Fachsprache ist, kann für deine Kunden schon einen Schritt zu weit sein.
Wenn du dabei merkst, dass du deine Zielgruppe selbst nur sehr allgemein beschreiben kannst, wird Content unnötig schwer.
„Selbstständige Frauen zwischen 30 und 50“ hilft dir beim Schreiben schließlich nur begrenzt.
Du möchtest verstehen, was diese Menschen beschäftigt, welche Situationen sie erleben und wie sie selbst über ihr Problem sprechen.
Genau dafür gibt es DreamClient? Identifiziert! 🎯
Dort arbeitest du deine Wunschkundin so konkret heraus, dass sie dir bei echten Entscheidungen hilft: bei deinen Themen, deiner Sprache und der Frage, welche Menschen du mit deinem Content überhaupt erreichen möchtest.
Denn für dein Business zählt am Ende nicht die beeindruckendste Followerzahl.
Entscheidend ist, ob die richtigen Menschen darunter sind. 🧩

