5 Anzeichen, dass deine Positionierung deinem Content im Weg steht

 

Du hast genug Content-Ideen. Zumindest theoretisch.

Denn sobald du tatsächlich etwas veröffentlichen möchtest, wird es kompliziert.

Passt das Thema überhaupt zu mir? Ist es relevant genug für meine Zielgruppe? Habe ich darüber nicht schon einmal gesprochen? Und wie bekomme ich am Ende noch die Verbindung zu meinem Angebot hin?

Also suchst du nach neuen Ideen, speicherst Beiträge anderer Accounts und fragst ChatGPT, worüber du diese Woche posten könntest.

Für eine Weile funktioniert das.

Bis du wieder vor demselben Problem sitzt.

Wenn Content dauerhaft anstrengend ist, lohnt sich deshalb ein Blick unter die Oberfläche. Denn manchmal beginnt das Problem schon lange vor dem Redaktionsplan. Bei deiner Positionierung.

Was deine Positionierung mit deinem Content zu tun hat

Positionierung klingt gerne nach einer Aufgabe, die man einmal am Anfang der Selbstständigkeit erledigt.

Zielgruppe definieren, Nutzen formulieren, Positionierungssatz schreiben.

✔️ Haken dran.

In Wirklichkeit beeinflusst deine Positionierung ziemlich viele Entscheidungen, die du später im Content triffst.

Sie hilft dir einzuordnen, über welche Themen du sprechen möchtest, welche Probleme deiner Zielgruppe für deine Arbeit relevant sind und welche Perspektive du dazu einbringst.

Sie sorgt auch dafür, dass Menschen nach mehreren Beiträgen ein klareres Bild von dir bekommen.

Wenn dieses Fundament wackelt, merkst du das deshalb häufig zuerst beim Content.

Die folgenden fünf Anzeichen begegnen mir dabei besonders oft.

1. Du brauchst ständig neue Content-Ideen

Du hast gerade erst einen Beitrag veröffentlicht und fragst dich schon wieder: Was poste ich als Nächstes?

Also suchst du nach Inspiration.

Du schaust, was andere in deiner Branche veröffentlichen, lässt dir Themenlisten erstellen oder speicherst Posts, die du irgendwann als Ausgangspunkt verwenden könntest.

Trotzdem fühlt sich dein eigener Themenvorrat erstaunlich schnell leer an.

Das kann passieren, wenn du noch nicht klar genug weißt, welche Gespräche du mit deinem Content eigentlich führen möchtest.

Eine klare Positionierung gibt dir dafür einen Rahmen.

Du weißt, welche Probleme für deine Wunschkunden wichtig sind und welche davon mit deiner Arbeit zusammenhängen. Du kennst deine Sichtweise auf diese Themen und musst nicht jede Woche bei null anfangen.

Dadurch entstehen nicht automatisch 365 fertige Post-Ideen. Aber du weißt, wo du nach ihnen suchen kannst.

Und das ist im Alltag deutlich wertvoller.

2. Deine einzelnen Beiträge sind gut, aber zusammen ergibt sich kein klares Bild

Jeder Beitrag für sich kann hilfreich sein.

🤔 Am Montag erklärst du etwas über Sichtbarkeit.

🤔 Am Mittwoch geht es um Produktivität.

🤔 Freitag schreibst du über Mindset und nächste Woche kommt ein Thema dazu, das gerade auf LinkedIn gut funktioniert.

Alles davon kann interessant sein.

Nur stellt sich nach einigen Wochen die Frage: Wofür sollen Menschen dich eigentlich im Kopf behalten?

Deine Positionierung schafft eine Verbindung zwischen deinen Themen.

Das bedeutet nicht, dass du nur noch über drei exakt definierte Dinge sprechen darfst. Dein Content darf vielseitig sein.

Menschen sollten trotzdem erkennen können, was diese Themen mit deiner Arbeit zu tun haben.

Wenn dein Feed wie eine Sammlung einzelner guter Gedanken wirkt, fehlt häufig genau diese Verbindung.

3. Menschen finden deinen Content gut, verstehen aber nicht, was du anbietest

Das ist besonders frustrierend.

Du bekommst positives Feedback.

Menschen schreiben dir, dass deine Beiträge hilfreich sind. Sie speichern deine Inhalte und empfehlen deinen Account weiter.

Wenn du allerdings dein Angebot erwähnst, passiert wenig.

Dann lohnt sich ein Blick darauf, welches Bild dein Content bisher von deiner Arbeit vermittelt.

Hilfreicher Content zeigt, dass du etwas weißt.

Für eine Kaufentscheidung müssen Menschen zusätzlich verstehen, wobei du ihnen konkret helfen kannst.

Das sollte nicht erst sichtbar werden, wenn du einen Verkaufspost veröffentlichst.

Deine Positionierung zieht sich idealerweise durch deinen gesamten Auftritt. Sie beeinflusst deine Themen, deine Beispiele und die Probleme, bei denen du genauer hinschaust.

Dadurch entsteht mit der Zeit eine Verbindung zwischen deiner Expertise und deinem Angebot.

Wenn diese Verbindung fehlt, kannst du monatelang wertvollen Content veröffentlichen und trotzdem hauptsächlich als hilfreicher Account im Gedächtnis bleiben.

4. Du passt deine Themen ständig daran an, was gerade gut funktioniert

Ein Reel bekommt deutlich mehr Reichweite als sonst. Also machst du mehr davon.

Ein Beitrag zu einem bestimmten Thema wird oft geteilt. Also baust du das Thema weiter aus.

Grundsätzlich ist daran nichts falsch. Natürlich darfst du beobachten, worauf Menschen reagieren.

Schwierig wird es, wenn deine Zahlen immer stärker bestimmen, worüber du sprichst.

Denn der Beitrag mit der größten Reichweite muss nicht der Beitrag sein, der die richtigen Menschen für dein Business erreicht.

Manche Themen funktionieren besonders gut, weil sie sehr breit sind.

Andere ziehen viele Menschen aus der eigenen Branche an.

Und manches bekommt weniger Aufmerksamkeit, ist für deine potenziellen Kunden aber ausgesprochen relevant.

Eine klare Positionierung hilft dir, diese Unterschiede einzuordnen.

Dann kannst du einen erfolgreichen Beitrag analysieren, ohne daraus sofort eine neue Richtung für deinen gesamten Content abzuleiten.

5. Es fällt dir schwer zu erklären, warum jemand gerade zu dir kommen sollte

Du weißt, was du kannst. Du hast Erfahrung und kannst deinen Kunden helfen.

Sobald du erklären möchtest, warum jemand ausgerechnet mit dir arbeiten sollte, werden die Formulierungen allerdings schnell allgemein.

👉 Individuell.

👉 Ganzheitlich.

👉 Praxisnah.

👉 Persönlich.

Das Problem daran ist nicht, dass diese Eigenschaften schlecht wären.

Sehr viele gute Anbieter könnten genau dasselbe über ihre Arbeit sagen.

Positionierung zwingt dich dazu, genauer hinzuschauen:

❓Welche Probleme erkennst du anders als andere?

❓Welche Zusammenhänge sind dir in deiner Arbeit besonders wichtig?

❓Welche Ansätze vertrittst du bewusst?

❓Und welche Menschen profitieren besonders davon, wie du arbeitest?

Genau dort entsteht Profil.

Das zeigt sich später auch in deinem Content. Deine Beiträge klingen weniger wie eine weitere Version dessen, was in deiner Branche ohnehin alle sagen.

Sie bekommen deine Perspektive.

Eine klare Positionierung macht deinen Content nicht enger

Eine der größten Sorgen rund um Positionierung ist, sich anschließend einzuschränken.

Wenn ich mich klar positioniere, darf ich dann nur noch über ein Thema sprechen? Nein.

Eine Positionierung ist kein Themengefängnis.

Sie gibt deinen Themen einen Zusammenhang.

Du kannst unterschiedliche Facetten deiner Arbeit zeigen, Erfahrungen teilen und auch einmal einen Gedanken veröffentlichen, der nicht direkt in eine Content-Säule passt.

Der Unterschied liegt darin, dass du selbst weißt, welches Bild langfristig entstehen soll.

Dadurch kannst du viel freier entscheiden.

Du musst nicht bei jedem Beitrag prüfen, ob er irgendeiner perfekten Vorlage entspricht. Du kannst einschätzen, ob er zu dem passt, wofür du stehen möchtest.

Das ist eine ganz andere Art von Klarheit.

Bevor du deinen Content komplett neu planst

Wenn du dich in mehreren dieser Punkte wiedererkennst, würde ich nicht sofort den nächsten Redaktionsplan bauen.

Schau zuerst auf deine Positionierung.

❓Kannst du klar erklären, wem du hilfst?

❓Verstehst du, welches Problem deine Arbeit für diese Menschen löst?

❓Weißt du, welche Themen und Perspektiven du langfristig mit deinem Namen verbinden möchtest?

❓Und wird diese Klarheit auch in deinem bisherigen Content sichtbar?

Wenn dir genau das schwerfällt, ist Unverwechselbar Positioniert der passende nächste Schritt.

Dort arbeitest du deine Positionierung so heraus, dass sie nicht in einem Dokument verschwindet, das du danach nie wieder anschaust. Sie soll dir im Alltag helfen, deine Botschaft klarer zu formulieren und Entscheidungen für deinen Content, deine Website und deinen gesamten Auftritt leichter zu treffen.

Denn eine gute Positionierung soll dir nicht noch mehr Regeln geben.

Sie soll dir Entscheidungen abnehmen.

Lies gleich weiter

Dein Algorithmus schreibt dir keine E-Mail. Ich schon. 😁 Zweimal pro Woche gibt’s Tipps, Strategien und meine Meinung zu dem, was auf Instagram und LinkedIn gerade wirklich relevant ist.

Cookie Consent mit Real Cookie Banner